Kategorie 'Nach dem Kapitalismus'

in: utopie kreativ, H. 189/190 (Juli/August 2006), S. 648-57

”Ja, alles war elendig normal. Wer sagt denn, dass die Welt schon entdeckt ist?” (Peter Handke)

Autofabrikanten stellen für ihre Produkte im gehobenen Preissegment umfangreiche Forschungen darüber an, wie ein satter Klang beim Schließen der Autotüren zu bewerkstelligen ist. Die bemannte Raumfahrt wird optimiert. Auf der Erde aber bleiben viele mögliche Bemühungen aus, die restriktiven und repetitiven, die subalternen und menschlich armen Tätigkeiten zu verringern.

in: Streifzüge Nr. 35, November 2005, Wien; Sozialistische Hefte, Nr. 9, Köln, 2005; Graswurzelrevolution, Nr. 305, 34. Jg., Münster 2006

Zu dem Dogma, Alternativen zu Konkurrenz, Hierarchie und Privateigentum seien unpraktikabel, bildet der israelische Kibbuz ein lehrreiches Gegenbeispiel.

in: Olaf Reissig u. a. (Hg.): Mit Marx ins 21. Jahrhundert. Hamburg 2003

Trotz aller mit der modernen kapitalistischen Gesellschaft verbundenen massiven Probleme fehlen überzeugende alternative gesamtgesellschaftliche und vor allem institutionsbezogene Strukturkonzepte. [1]

In: Sozialistische Zeitung 1/2004, Jg. 19
sowie in: Glasnost 12/2003, Berlin

Heute ist die Vorstellung (fast) allgegenwärtig, “die Gesellschaft” müsse sparen und könne sich deshalb vieles nicht “leisten”. So werden Kürzungen bei Sozialleistungen und Einsparungen bei öffentlichen Ausgaben verteidigt. Die Kritik daran greift hauptsächlich die Ungerechtigkeit in der Steuerpolitik und die “Umverteilung von unten nach oben” an. Viel zu wenig ist bekannt, wie materielle und finanzielle Ressourcen in riesigem Umfang verschwendet werden. So bekommt die Diskussion darüber, wo es etwas einzusparen gibt, eine bemerkenswerte Schieflage. Im Unterschied zu den vom Bund der Steuerzahler jährlich auf ca. 30 Mrd. Euro bezifferten Fehlausgaben geht es mir um Varianten der Verschwendung, die für die gegenwärtige Wirtschaftsweise zentral und ihr eigen sind.

 

in: Berliner Debatte Initial 3/2001
andere Varianten in: Marxistische Blätter 3/2001, Volksstimme Nr. 45/2000, Widerspruch, Bd. 40, 2001, Zürich

Ein kohärentes und realitätsnahes Strukturmodell anderen Wirtschaftens tut angesichts des Mangels an Alternativkonzepten zur herrschenden Ökonomie not. Die Kritik gegenwärtiger “Sachzwänge” ist blockiert, wenn letztere zwar vielleicht als bedauerlich, aber unumgänglich gelten und die ökonomische Eigenlogik als unüberwindbar und bestenfalls von außen gestaltbar angesehen wird. Umso interessanter ist eine dies durchkreuzende, hierzulande aber fast unbekannte angelsächsische Diskussion, die ich im folgenden vorstelle.

Kritik am Bericht über die Gartenkonferenz
in: Rabe Ralf Nr. 92, 2000

zu Franz Schandl: Das Verwesen der Arbeit. (Weg und Ziel, Wien, 57. Jg., H. 1/1999)
in: Weg und Ziel Jg. 57 (2/1999), Wien

Die gesellschaftliche Raumordnung als Brennpunkt gegenwärtiger Debatten. In: Kommune 1/1999, Weg und Ziel (Wien) 5/1998, frühere Variante in: Die Aktion (Hamburg) 2/1998

erschienen als: Dritter Sektor, genossenschaftliches und gemeinwesenorientiertes Wirtschaften in: Widerspruch, Zürich, Heft 34, 2/1997