Kategorie 'Sonstiges'

Jun
'24

(in Telepolis, 1. Juni 2024)
Das wirtschaftliche Geschehen (auf Märkten) und das Wachstum des Reichtums (als Kapital) verselbständigen sich gegen die Bevölkerung. Wie vermag sie sich selbst auf eine solche Weise zu vergesellschaften, die ein höheres Maß an Steuerung und Gestaltung gesellschaftlicher Prozesse ermöglicht?
Von der Kritik der Problemvermarktung …
Anbieter können ihre Angebote in der Marktwirtschaft [...]

Mai
'24

Mehr Sozialität in der Reproduktion – damit schrumpft auch die Relevanz der Märkte
(In: Telepolis, 5.5.2024)
In der modernen westlichen Gesellschaft gibt es bemerkenswerte Veränderungen des Konsums. Sie betreffen die Nachfrage, die Form des Konsums und das Angebot. In Großstädten sinkt die Attraktivität des individuellen Eigentums am Auto. Vielen ist mittlerweile bewusst geworden: Mobilität geht auch mit [...]

Apr
'24

Wie lassen sich eindimensionale Rechnungsweisen durch mehrdimensionale Bewertungsmaßstäbe ablösen?
(erschien in: Telepolis, 13.4. 2024)
“Nicht alles, was zählt, kann gezählt werden, und nicht alles, was gezählt werden kann, zählt!”
Albert Einstein
Preise haben ihre Grenzen, qualitative Indikatoren aber auch. Wie kann sich die Gesellschaft umfassend Rechenschaft ablegen von den Auswirkungen ihrer Wirtschaft?
Die Anhänger der [...]

Mrz
'24

Die Freiheiten des Bürgers und was er sich mit ihnen einhandelt
(in: Junge Welt, 12.3.2024, S. 12f.)
„Freiheit” gehört zu den prominenten Ja-Worten. Alle begrüßen ihre Schokoladenseite. Viele vermeiden es, sich Rechenschaft davon abzulegen, welche hässlichen „Neben”wirkungen und Festlegungen sie sich mit der Freiheit in der Marktwirtschaft und modernen bürgerlichen Gesellschaft einhandeln.
Diese Freiheit setzt voraus, dass [...]

Jan
'24

Neuerscheinung Januar 2024
Meinhard Creydt:
Der Foucault-Ismus. Analyse und Kritik
302 S. 26 Euro Mangroven-Verlag Kassel
ISBN: 978-3-946-94634-2
Leser dieser Netzseite können das Buch zum Autorenrabatt für 20,- (inkl. Versand) erhalten.
Klappentext:
Denkweisen von Foucault wurden in manchen Szenen so populär, dass sich von einem Foucault-Ismus sprechen lässt.
Dieses Buch fragt:
Gegenüber welchen wirklichen oder vermeintlichen Mängeln [...]

Dez
'23

(erschien in Telepolis, 15.12.2023)
Die einen genießen hohe Einkommen, bei anderen ist das Einkommen so gering, dass sie mit ihm kaum über die Runden kommen. Die einen leben in Villen, die anderen in Wohnungen, die minimalen Schließfächern gleichen. Wie weit führt ein Denken, das diese Unterschiede als „ungerecht“ kritisiert?
Meritokratie: Ungleichheit muss nicht „ungerecht“ sein
Gerechtigkeit [...]

Dez
'23

(In: Junge Welt, 1. 12. 2023, S. 12f. Überschrift: Heilige Familie. Die Keimzelle der bürgerlichen Gesellschaft und ihre Misere. Wie lässt sie sich überwinden?)
In der modernen Marktwirtschaft sind Care-Tätigkeiten zu ihrem empfindlichen Schaden denjenigen Arbeiten untergeordnet, die Mehrwert produzieren. Viele wollen im Unterschied dazu den Care-Tätigkeiten den ihnen angemessenen Stellenwert in der Gesellschaft verschaffen. Was [...]

Nov
'23

(In: Telepolis, 19.11. 2023)
Nach dem Holocaust kann es keinen Zweifel an der Legitimität des Vorhabens geben, in einer Welt voller Staaten eine staatliche Macht mit der Verteidigung von denjenigen jüdischen Menschen zu beauftragen, die in einem solchen Staat ihre Heimat und ihren Schutz finden wollen (und dann auch können). Auch wer kein Anhänger von Nationalstaaten [...]

Okt
'23

(in: Telepolis 8.10.2023)
Maschinen und Apparate, die auf Basis der sog. Künstlichen Intelligenz (KI) operieren, können die Menschen bei manchen Arbeiten (z. B. Auswertung von Daten) entlasten. Dieser Artikel fragt, ob es möglich ist, zentrale menschliche Fähigkeiten an KI-basierte Technologien abzugeben, zu übertragen oder sogar ihnen anzuvertrauen, und, wenn ja, ob wir das befürworten wollen.

Der Mangel [...]

Okt
'23

Ein Überblick über die besondere Lebensart der fortgeschrittensten kapitalistischen Nation der Welt
(in: Junge Welt 5.10.2023, S. 12f.)
Die Vereinigten Staaten von Amerika gelten vielen als Schutzmacht westlicher Werte. In diesem Punkt herrscht in Deutschland Einigkeit von der CSU bis zu den Grünen. Unser kleiner Rundgang durch die US-amerikanische Lebensweise leistet einen Beitrag dazu, Worte [...]

Apr
'23

(in: Telepolis 2.4.2023)
In der Linkspartei stehen die „linkskonservative“ Position (Wagenknecht 2022, 275) und libertäre Positionen in einer sich gegenseitig bestätigenden und eskalierenden Wechselwirkung.
Die Hausaufgaben abschaffen?
Ein Beispiel für libertäre Auffassungen sind Äußerungen zur Schule. Die Parteivorsitzende Janine Wissler spricht sich für die Abschaffung von schulischen Hausaufgaben aus.
„Der alltägliche Hausaufgaben-Stress vergiftet das Familienleben, bedeutet Streit, Überforderung, [...]

Jan
'23

(in: Junge Welt 26.1.2023, S. 12f.)
Weit verbreitet ist die Auffassung, ohne Konkurrenz, ohne unternehmerisches Interesse am Gedeihen des eigenen Privatbetriebs sowie ohne einzelbetriebliches Gewinninteresse gebe es keine Motive für effektives und effizientes Arbeiten. Dem Nachdenken über eine gesamtgesellschaftliche Alternative setzt diese These empfindliche Grenzen. Sie klammert interessiert Tendenzen in der Gegenwart aus, die nicht zu [...]

Jan
'23

(erschien in Telepolis, 15.1.2023)
Gegen die Mangelwirtschaft im Schulwesen regt sich Widerstand. Weniger Opposition gilt dem gar nicht so heimlichen „heimlichen“ Lehrplan, der aus den Strukturen der Schule folgt.
Seit zwei Jahren gibt es in Berlin eine Kampagne, die „Schule muss anders“ heißt. In ihr sind Eltern, Schülerinnen, Lehrkräfte, Sozialarbeiterinnen und Erzieherinnen engagiert.
Sie organisieren Veranstaltungen und [...]

Jan
'23

(erschien in Telepolis, 8.1.2023)
Der Alltagspragmatismus ist eine ebenso weit verbreitete wie unvermeidliche Mentalität. Überwältigt von seiner Selbstverständlichkeit weiß er allerdings häufig nicht um seine Grenzen und dünkt sich dann auch außerhalb von ihnen als zuständig.
Fixierung auf die Mittel
Die Einwohner moderner westlicher Gesellschaften sehen sich genötigt, ständig auf dem Laufenden zu sein als [...]

Okt
'22

Erinnerung an radikale Literaturkritik anlässlich der Buchmesse
(in: Telepolis, 23.10.2022)
Christian Enzensberger (1931-2009) stellt in seinem Buch „Literatur und Interesse“ das Interesse grundlegend in Frage, das Leser an Literatur zeigen. Als idealen Leser können wir uns eine Person vorstellen, die (allerdings nicht übermäßiges) Unbehagen empfindet angesichts einer gesellschaftlichen Wirklichkeit, die ihr als disparat, komplex und undurchschaubar erscheint. [...]