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in: Utopie kreativ, H. 127, 2001
andere Variante auch in: Die Aktion, H. 202 (1/2001), 21. Jg., Hamburg (Nautilus-Verlag)

Kritisch oder links zu sein, heißt in Deutschland heute oft, eine besondere, aus der deutschen Geschichte herrührende Charakterisierung der Gesellschaft anzunehmen. Während die anderen führenden Länder als kapitalistisch zu charakterisieren seien, trete bei Deutschland der Sonderweg in den Vordergrund. Der gesellschaftstheoretische Zugang zum NS steht den moralischen Wonnen entgegen, die sich daraus gewinnen lassen, daß allein ein schlechtes Gewissen als gut gilt.

(erschien in: Utopie kreativ, H. 127 2001 und in anderer Variante in: Die Aktion, (Nautilus-Verlag, Hamburg), H. 201, 2001)

Kritisch oder links zu sein, heißt in Deutschland heute oft, eine besondere, aus der deutschen Geschichte herrührende Charakterisierung der Gesellschaft anzunehmen. Während die anderen führenden Länder als kapitalistisch zu charakterisieren seien, trete bei Deutschland der Sonderweg in den Vordergrund. Der gesellschaftstheoretische Zugang zum  NS steht den moralischen Wonnen entgegen, die sich daraus gewinnen lassen, daß allein ein schlechtes Gewissen als gut gilt.[1] Die NS-Katastrophe verleitet dazu, vom Ergebnis her retrospektiv und finalistisch allein die in diesem Traditionszusammenhang stehenden Momente zu versammeln. Am Kaiserreich und der Weimarer Republik fokussiert dieses Denken allein die Vorgeschichte des NS. Der historischen Kritik der Sonderwegsthese (vgl. David Blackbourn und Geoff Eley Mythen deutscher Geschichtsschreibung, vgl. auch dies. The Peculiarities of German History, 1984) zufolge wird die Bedeutung vormoderner Mentalitäten und Strukturen für das Kaiserreich und die Weimarer Republik überschätzt und (vgl. Grebing 1986:129) die Aktivitäten des deutschen Bürgertums im Kaiserreich unterschätzt. Zugleich relativiert sich der Unterschied des deutschen Bürgertums zum französischen und englischen mit der Kritik an den Übertreibungen in bezug auf ihren revolutionären Charakter. Hoffmann (1996:244) bezieht die deutsche Geschichte im Kaiserreich, das Bündnis des Bürgertums mit den traditionellen Machteliten, auf die Abwehr der erstarkenden Sozialdemokratie und auf die »im internationalen Vergleich frühe Trennung der Arbeiterbewegung von der bürgerlich- nationalen Bewegung». »Es ist mehr die Verbindung von der Niederlage im Ersten Weltkrieg und der Weltwirtschaftskrise als ein jahrhundertealter Sonderweg, die den Sieg des NS erklärt« (Eric J. Hobsbawm in: taz vom 25.9.96). Leo Löwenthal (1980:33) berichtet als deutscher Emigrant von den Ausmaßen des Antisemitismus in den USA in den 30er Jahren: Er habe »auf einmal entdeckt, daß es hier (in den USA – Verf.) etwas gibt wie wirklichen everyday-Antisemitismus und daß man sich nicht ungehemmt und frei als Jude in allen gesellschaftlichen Bereichen bewegen kann. Das war eine böse Enttäuschung. Daß Hotels und Clubs, ja auch ganze Berufszweige für Juden einfach verschlossen sind, das gab es in dem Ausmaß in Deutschland nun doch nicht.« Aufschlußreich sind auch Losurdos Argumente zur Kritik stereotyper antideutscher Deutschlandsbilder (1993:516ff., 2000: Teil 4) und zu den internationalen Ursprüngen der nazistischen Ideologie. [2] Bereits vielen Spielarten des Nominalismus zufolge werden wirkliche oder vermeintliche Besonderheiten gegen die Allgemeinheit des Begriffs ‘Mensch’ ausgespielt (vgl. Losurdo 1988 und 1989:597ff.) Sozialdarwinistische, eugenische [3] und rassistische Überzeugungen waren auch außerhalb Deutschlands weit verbreitet.

Suggeriert wird in der Sonderwegstheorie und ihrer Inanspruchnahme zur Vergangenheitsbewältigung, daß tief und durch lange Kontinuität in der deutschen Geschichte verwurzelte Kräfte allererst den NS erklären können. Die Betonung relevanter Momente in der deutschen Geschichte, die nicht auf den NS zulaufen, erscheint dieser Position der Tiefe als gedanklich oberflächlich und moralisch verharmlosend. Das monolithisch und als ewig gleich unheilvoll stilisierte Deutschland kulminiere in Auschwitz. »Alles was ersten Ranges ist, muß causa sui sein. Die Herkunft aus etwas Anderem gilt als Einwand, als Wert-Anzweifelung« (Nietzsche KSA 6:76). Zur Seite geschoben und mit Moralbässen überdröhnt werden jene vergleichsweise unaufwendigeren, gewissermaßen weniger blendenden als einleuchtenden Erklärungen des NS.

Ein erstes Erklärungsmoment betrifft die Anomisierung der deutschen Gesellschaft durch Weltkrieg, Revolutions- und Bürgerkriegswirren, Hungerjahre, Inflation usw. und entsprechende, eben dann auch magische und voluntaristische Bewußtseins- und Mentalitätsformen: Es »bestand in großen Teilen der Bevölkerung keine erlebte, reale Zeitperspektive mehr. Es reihten sich in der Zeit nur noch Knoten von Abhängigkeiten, die vielleicht der deus ex machina zerschlagen konnte; aufzulösen waren sie nur in der Illusion, privatistisch, in einer Grundstimmung seelischer Irrealität.« Notwendig schien eine totale Veränderung ohne viel Rechenschaft über die Gegebenheiten. Deren imaginäre Überwindung war das Ziel. Atmosphärisch konnte dies nur der NS bieten mit einem »quasi-revolutionären Sprung aus der Zeit, aus der Fessel der Zeit«, der mit Ökonomie oder Menschenwerk weniger zu tun hatte, eher mit Erscheinungen »reineren Ursprung(s)…, z.B. das biologische Kraftvolumen des Volkes« (Brückner 1978:74) betreffend.

Ein zweites Erklärungsmoment bezieht sich auf die einem Land zu einer bestimmten Zeit mögliche Perspektive. Deutschlandspezifisch war hier erstens die durch die hoch organisierte Arbeiterbewegung begründete Blockade einer gravierenden Senkung der Arbeitslöhne. Damit wäre u.U. die Verschlechterung der Verwertungsbedingungen des deutschen Kapitals abgemildert bis aufgefangen worden. »Diese reformistische Arbeiterbewegung, der es in der Tat gelang, die Löhne auch während der Krise weitgehend aufrechtzuerhalten, galt es zu zerschlagen« (Leppert-Fögen 1974:301). Zweitens lag immanent betrachtet die Strategie räumlicher Expansion nahe (vgl. Karuscheit 1995) – im Unterschied zu anderen führenden kapitalistischen Nationen mit starker Weltmarktstellung, Kolonialbesitz, Insellage (Großbritanien) oder eigener riesiger Ausdehnung des Binnenmarkts (USA).

In einem dritten Erklärungsmoment ist die besondere Betroffenheit Deutschlands (gegenüber Frankreich und England) durch die Weltwirtschaftskrise zu nennen:

Arbeitslosigkeit (%) Deutschland Großbritannien USA Frankreich
1930 22,7 16,1 13,0 2,9
1931 34,3 21,3 23,3 6,5
1932 43,8 22,1 34,0 15,4

(Petzina 1977:16f.)

Industrieproduktion (1913 = 100) Deutschland Großbritannien USA Frankreich
1929 108,3 104,4 182,6 144
1932 51,8 70,7 81,2 92

(Varga 1982:33)

Der Unterschied Deutschlands zu den USA lag in einem anderen historischen Kontext, auf den die Krise traf: »Die USA waren von den ›desintegrierenden und mobilisierenden Wirkungen (des 1. WK), ohne die die faschistische Bewegung kaum möglich gewesen wäre‹, kaum betroffen. Es fehlte an einer starken und radikalen Arbeiterbewegung; langanhaltende ökonomische Prosperitätsphasen hatten eine konfliktdämpfende Wirkung (in Deutschland, wo solche langanhaltenden Prosperitätsphasen fehlten, wurde die Krise 1930 dagegen als Höhepunkt einer langfristig sich abwärts bewegenden, allenfalls stagnierenden Entwicklung aufgenommen)…« (Grebing 1986:180).

Ein viertes Erklärungsmoment betrifft den besonders von B. Lutz (1984) herausgearbeiteten Dualismus (und die Spaltung der Arbeitsbevölkerung) zwischen industrieller und kleinproduzentenhafter Welt und die besonderen Versprechen, die im NS für Bauern, kleine Gewerbetreibende, Handwerker usw. lagen (vgl. bspw. Leppert-Fögen 1974, Karuscheit 1995).

Ein fünftes Erklärungsmoment ist eine für große Teile der Bevölkerung relevante Angst vor dem, was ihnen als bolschewistische Frontalinfragestellung der gesamten Gesellschaft galt: In der Weimarer Republik hat man es bis 1923 mit einer Kommunistischen Partei zu tun, die als Massenpartei offen Aufstände mitträgt, auch danach von ihrer antagonistischen Haltung zum System keinen Hehl macht und damit kontinuierlich Wählerstimmen gewinnt. Dementsprechend hart wird auch von der Gegenseite der Kampf gegen linke Kräfte geführt. Karl Retzlaw (1974:171, 222) spricht von allein »nach amtlichen Angaben« 557 Opfern der Freikorpstruppen nach ihrem Einmarsch in München zwischen dem 1.5. und dem 8.5. 1919 und gibt in Bezug auf das Frühjahr 1921 die Zahl von »5.000 bis 6.000 revolutionär-sozialistischen politischen Häftlingen in den Gefängnissen« an. »In den letzten drei Jahren der Republik wurden 170 Kommunisten von der Polizei erschossen. Die einseitige Haltung der Justiz war offensichtlich; sie war Klassenjustiz gegenüber den Kommunisten. Solche Umstände haben die Kommunisten weiter radikalisiert. Selbst die unsinnige und verheerende These der KPD-Führung: ›Brüning hat eine absolute Diktatur eingerichtet wie sie die Nationalsozialisten nicht absoluter schaffen können‹ wurde nun von den Mitgliedern der Partei kritiklos akzeptiert« (Weber 1991:29). Die faschistische Selbstdarstellung als ›Retter vor dem Bolschewismus‹ übertrieb die Gefahr einer nicht wirklich auf der Tagesordnung stehenden Revolution. Gleichwohl hat die These vom Faschismus als präventiver Konterrevolution einiges für sich. In Deutschland, Italien und Spanien war »die Arbeiterbewegung insgesamt relativ stark und schränkte zweifellos durch politischen Druck im Rahmen der Demokratie den Handlungsspielraum der Unternehmer nicht unerheblich ein. Vor allem aber war in Deutschland wie in Italien eine halbe Revolution bzw. eine halbrevolutionäre Situation der Machtergreifung des Faschismus vorausgegangen. Die revolutionäre Arbeiterbewegung hatte in Deutschland zwischen 1919 und 1923 wiederholt punktuelle Erfolge errungen, ohne sich jedoch … durchsetzen zu können. … Harold Laski sagt mit Recht, die deutsche Bourgeoisie ›ließ sich durch den deutschen Kommunismus erschrecken, weil er mit der Revolution spielte und daher die Bourgeoisie in Furcht versetzte, ohne die zu ihrer Unterwerfung nötige materielle Macht je zu besitzen‹« (Fetscher 1971:44).

Ein sechstes Erklärungsmoment betrifft die besondere Bedeutung von Gewalt und Kampf für die Kerngruppe der nationalsozialistischen Bewegung (vgl. a. Creydt 1995). Die im und nach dem Ersten Weltkrieg populäre und von Max Weber bis Martin Heidegger artikulierte Kriegsideologie (vgl. Losurdo 1995) wird hier radikalisiert. Nicht nur demobilisierte und demoralisierte Armeeangehörige stellten ein einschlägiges Reservoir dar. Rund jeder dritte Reichstagsabgeordnete 1936 gehörte früher der ehemaligen Truppen in Deutsch-Südwestafrika, einem Freikorps oder einer Verschwörergruppe an (Schmitt-Egner 1980:385). Vgl. a. Salomon 1962:29.

Ein siebtes Erklärungsmoment bilden die auch heute durchaus aktuellen Elemente eines nicht nur rechtsradikalen Denkens. Sie betreffen die Akzeptanz von Nation (vs. Weltmarkt), Führung (vs. ›Illusion der Herrschaftslosigkeit und Überwindung von Hierarchie‹), Kameradschaft (vs. Konkurrenz). Die Notwendigkeit einer Führungselite ist in der Weimarer Republik auch auf der linken Seite mit bedenkenswerten Argumenten präsent, etwa bei Kurt Hiller oder Leonard Nelson. Hermann Heller hat den politischen und ethischen Wert der Nation 1925 in einer Weise begründet, die eine Rezeption und Auseinandersetzung in der PDS auch heute lohnen würde. Hans-Dietrich Sander, Herausgeber der vergleichsweise als rechtes Theorieblatt zu bezeichnenden ›Staatsbriefe‹ spricht von der »oft beschworenen aber nur wenig bewährten Kameradschaft, die garantieren muß, daß einer sich auf den anderen verlassen kann, und daß man einen anderen, der etwas kann, was man selbst nicht kann, nicht beneidet, sondern bewundert, oder nicht mit Verachtung auf einen anderen herabsieht, der nicht kann, was man selbst kann. Die Kameradschaft muß jegliches Konkurrenzdenken übersteigen« (Staatsbriefe 1/95:21f.). Hinzu tritt heute neben allen kritikablen Motiven für Ausländerfeindlichkeit die Ablehnung von kultureller und sozialer Spaltung durch Ausländerbeschäftigung und -einwanderung (vgl. dazu auch Creydt 2001). Die Multikulti-Idyllisierung passt zur Harmlosigkeit gegenüber der sozialen Segregation und Indifferenz (vgl. zur Kritik der einschlägigen Idealisierung von ›Differenz‹, ›Vielfalt‹, Lebensstilenklaven und Minderheiten Creydt 1999). Dies war nicht immer so: Der Internationale Sozialistenkongreß 1907 in Stuttgart erklärte es »zur Pflicht der organisierten Arbeiterschaft, sich gegen die im Gefolge des Massenimportes unorganisierter Arbeiter vielfach eintretende Herabdrückung ihrer Lebenshaltung zu wehren. … Der Kongreß erkennt die Schwierigkeiten, welche in vielen Fällen dem Proletariat eines auf hoher Entwicklungsstufe des Kapitalismus stehenden Landes aus der massenhaften Einwanderung unorganisierter und an niederer Lebenshaltung gewöhnter Arbeiter aus Ländern mit vorwiegend agrarischer und landwirtschaftlicher Kultur erwachsen…«

Die gegenwärtige ›Bekämpfung des Rechtsradikalismus‹ mogelt sich meist mit kosmopolitischen und demokratischen Illusionen und Gutmenschenrhetorik über die hier angesprochenen realen Probleme hinweg und ›löst‹ Schwierigkeiten, indem sie von ihnen absieht. [4] Die sehr ›fundamentalen‹, weit in die Vergangenheit ausholenden Interpretationen des NS verdanken ihr Prestige einer Ausblendung der skizzierten notwendigen Momente jeder Erklärung des NS. »Die französische Linke hat sich an alles angepaßt, sogar an die Marktwirtschaft und an die Mode. Nur einen einzigen Pfeiler ihrer früheren Unversöhnlichkeit hat sie behalten: ihren Antifaschismus und ihren Antirassismus. Und der dient ihr nun als eine Art Paravent. Um sich besser an alles anpassen zu können, stellt man etwas als höchste Gefahr dar und zeigt daran, wie wunderbar unversöhnlich man ist. Es handelt sich also um eine Art Köder…« (Alain Finkielkraut, Der Spiegel H. 43:1993, S. 200).

Vom monströsen Ereignis Auschwitz wird auf ebenso monströse Ursachen geschlossen. Hinzuweisen ist demgegenüber auf eine Erklärung der Judenvernichtung, die in historischen Konstellationen im Unterschied zu überhistorischen Substanzen (Antisemitismus) denkt: »Die Verschränkung beider Elemente: der ursprünglich auf Austreibung gerichtete Antisemitismus und die Vernichtung ›lebensunwerten Lebens‹ – eine Praxis, die bis zum Jahre 1941 nicht Juden als Juden zu ihren Opfern machte – lehrt, daß weder der Antisemitismus allein zur ›Endlösung‹ führte noch die nationalsozialistische Euthanasie Juden von Anfang an als ›lebensunwertes Leben‹ zu vernichten trachtete. Erst die Verbindung beider – ein Umstand, der einer ereignis- und handlungsgeschichtlichen Rekonstruktion oder einer politikorientierten Historik zu seinem Verständnis bedarf – führt zu dem, was in der nationalsozialistischen Judenvernichtung gipfelte. … Die Tat erwächst weit mehr aus den von den Nazis in antisemitischer Absicht herbeigeführten Umständen und Folgen der barbarischen Konzentration der Juden im Osten; Umstände und Folgen, die wiederum mittels sozial- und rassenhygienischer ›Maßnahmen‹ ›bereinigt‹ wurden, d.h. mittels der fabrikmäßigen Ermordung in Fortführung jener Praxis, die aus der Vernichtung ›lebensunwerten Lebens‹ erwachsen war« (Diner 1990:104ff.).

Den Holocaust historisch zu erklären aus dem spezifischen Ineinandergreifen vieler auch in anderen Gesellschaften ›normaler‹, aber voneinander getrennter Ausgrenzungen und Verdinglichungen und deren Radikalisierung qua Kontextverschiebung und konstellativer Synergie und Emergenz (vgl. Haug 1986, Heinsohn 1995:129ff., Gutte/Huisken 1997: 139ff., Hecker 1996), bedeutet nicht, die Singularität des Holocaust zu schmälern und die Differenz zwischen Diskriminierungs-, Fernhaltungs- oder Austreibungspraktiken und bürokratisch- quasiindustriell durchgeführtem Vernichtungsrassismus zu übergehen. Die Aufmerksamkeit für diese Gefahr tendiert aber ihrerseits allzuoft dazu, den Holocaust zu etwas »schlechthin Unverstehbaren« zu erheben, das »schließlich nur Gegenstand einer negativen Theologie werden« kann (Kohlstruck 1997:32), zum »numinosen Widerwert« (Rudolf Otto). Der besonderen Wirkung soll eine unvergleichbare Ursache substanzhaft zugeordnet werden, an der keine Verbindung zum sonst Gültigen aufgefunden werden darf. Bruch und Kontinuität mit ›normalen‹ modernen bürgerlichen Gesellschaften brauchen aber ebenso wenig gegeneinander ausgespielt zu werden wie Entsetzen oder Trauer und die Erklärung.

Der ›Konkret‹ und ihren Satelliten zufolge soll am deutschen Wesen zwar nichts genesen, aber alles verderben. Der Glaube an Gott scheint verloren, der an den (deutschen) Satan nicht. Mit einem »Manierismus der Wut« wird dem Ich ein »Sockel errichtet, von dem herab sich die ekelhaft-unverständliche Welt verachten läßt« (Sloterdijk). Mit satter Melancholie, seichtem Esprit und aggressiver Selbstgefälligkeit meinen sie einen archimedischen Punkt erwischt zu haben, auf den sie alles zu beziehen wissen. Der identifizierend-subsumtive Verstand, von wirklich jedem Thema innerhalb kürzester Zeit und mit halsbrecherischen Überleitungen auf Auschwitz zu kommen, operiert mit willkürlichen Gleichsetzungen und spekuliert auf ein dem Symbolismus und der Allegorie huldigenden Geschmack. Sofern dieser Verstand nicht den NS gewissermaßen ästhetisiert [5], schlägt er in Lächerlichkeit um: »Das Angestrengte, das über ihm war, der Umstand, daß er sich jeder kleinen Frage gegenüber in muskelstarke Position stellte, wie ein starker Mann, der mit Eisenkugeln spielen soll, das machte ihn lächerlich in ihren Augen …« (Jacobsen, Niels Lyhne). Leider bleibt es nicht bei dieser Lächerlichkeit. »Auschwitz im Geflügelten Wort ist ein Mangel an Ehrfurcht vor denen, die dort verbrannt wurden« (Ludwig Marcuse).

Vielen ›antinationalen‹ Linken gerät ahistorisch der Faschismus zu einer Chiffre für allerhand ablehnenswerte Erscheinungen unserer Zeit und zum Anlaß für eine selbstgenügsame Gegnerschaft. Das Motto der einschlägigen Sinn- und Identitätsstiftung dieser Vergangenheitsbewältigung könnte fast lauten: »Ich bin stolz, kein Deutscher zu sein«. Joseph Gabel hat die hier vorherrschenden Denkformen (subsumtive Identifizierung und entkontextualisierender Vergleich) unter dem Titel ›Psychologie des kommunistischen (d.h. stalinistischen – Verf.) Denkens‹ in seinem Band ›Formen der Entfremdung. Aufsätze zum falschen Bewußtsein‹ (Frankf.M. 1964) treffend beschrieben.

Der Überbietungsdiskurs, die formelle Radikalisierung des Bestehenden, scheint einen unüberwindbaren Reiz für Leute zu haben, die bei aller rhetorischen Finesse und historischen Gelehrsamkeit, mit denen die ›Konkret‹ prunkt und renommiert, nicht wirklich denken wollen. Wie in den Idealen des Bestehenden nicht nur trotz ihrer erscheinenden Differenz zum Bestehenden, sondern gerade durch sie hindurch jede Bewegung verkehrt wird, die das Herrschende überwinden will und muß – dieser Gedanke (vgl. dazu auch Creydt 2000), der eine wirkliche Kritik beinhalten würde, trifft auf tiefe Verweigerung. Die Fortsetzung des bloß Überbotenen schafft die Sicherheit, auf dem Boden des eigentlich Anerkannten zu operieren. Die Revisionisten wollten schon immer den Sozialismus einführen, indem sie die Verfassung ›verwirklichen‹, die Spontis meinten, die Subversion sich ereignen zu sehen, wo die Glücksversprechen eingelöst würden. Die ›Antinationalen‹ nun wollen die Gedenktagskultur und den Besinnungskult zur Permanenz und zum weltanschaulichen Zentrum allen Denkens radikalisieren. Wo man der herrschenden Wirklichkeit nichts anderes voraus hat als die fanatische Entschiedenheit, ihre Ideale zu verdinglichen und dann beim Wort zu nehmen, ereignet sich alles andere als Kritik, Aufhebung und Gesellschafts(um)gestaltung. Vielmehr rächt sich bei diesen Strebern der Vergangenheitsbewältigung der Vorsatz, den Punkt zum Zentrum zu radikalisieren, als Verschrobenheit und Verstiegenheit und fällt mit eben diesen Konsequenzen auf jene zurück, die es sich bei allem gedenkensinnigen Schwernehmen leichtmachen. Der Ausdruck Verschrobenheit erinnert an die »bildliche Redewendung von der verdrehten Schraube oder dem Schiefgewickeltsein«, insofern »die Schraube, einmal verdreht, der Wickel, einmal schief gewickelt, sich nicht mehr weiterdrehen oder weiterwickeln lassen, sondern sich um so mehr verklemmen, verwickeln oder versteifen, je mehr daran gerüttelt oder gewickelt wird« (Binswanger 1956:48). In der ›Verstiegenheit‹ ist das Verhältnis zwischen der Weite und der Höhe des Raums der jeweils vorhandenen Fähigkeiten Thema. Der Verstiegene steigt höher, als es seiner Umsicht und Weitsicht entspricht. Er versteigt sich. Wenn die antinationalen Edelmenschen nur entdecken würden, daß sie einer banal-normalen Versuchung und Fehlentwicklung unterliegen, wie viele andere anders auch, so wäre schon einiges gewonnen. Und viel gehört ja eigentlich gedanklich nicht dazu, die einfache Umkehrung ins Gegenteil – von der früheren prinzipiellen Massenfreundlichkeit zur narzißtischen Kränkung und der daraus erfolgenden Schmähung des einstigen Objekts der Begierde – wahrzunehmen (vgl. dazu auch Schneider 1996).

Das über seinen legitimen Umfang hinausgetriebene Anliegen wird erst grenzen- und maßlos, dann absurd. Carl Christian Bry hat in seinem aufschlußreichen Buch ›Verkappte Religionen‹ (zuerst 1924, neu aufgelegt 1988) die »Elephantiasis« schon in der Denkwelt der 20er Jahre beschrieben, die thematische Monomanie, aus einem Punkt die Welt zu kurieren. Auch Hegel kritisiert, daß »jeder Einfall sogleich zu etwas Allgemeinem gemacht, zum Götzen des Tages ausgebildet und die Aufstellung desselben zur Scharlatanerie getrieben wird, so daß er auch ebenso schnell vergessen wird und die Frucht verlorengeht, die er tragen würde, wenn er in seine Grenze eingeschränkt worden wäre. Dadurch würde er in seinem Maße anerkannt und soviel geschätzt und gebraucht, als ihm gehört, dahingegen er auf die andere Weise mit seiner ungebührlichen Aufblähung zugleich ganz zusammengeschrumpft und, wie gesagt, vergessen wird«. Bry zufolge geht es im – deshalb kritikablen – geistigen Leben darum, »nicht die Person und ihren Wert zu verkünden, nicht Reklame zu machen, sondern so scharf zu profilieren, daß der Gedanke von all seinen unendlich vielen Brüdern von vornherein sich mehr abhebt, als es von Haus aus in seinem Wesen steckt.« Gerade letzteres ist für die ebenso stilistische wie politische Distinktionsmanie im Hause ›Konkret‹ einschlägig.

Ich sehe hier ab von der Diskussion jener Zeitdiagnose, die eine Auschwitz zum Symbol des 20. Jahrhunderts erhebende Vergangenheitsbewältigung in den Kontext eines heute breit gepflegten Opferkults stellt (Füredi 2000). Mißrät der Faschismusbegriff zum Etikett, so dient er in seiner wohlfeilen Universalisierung als ebenso kitsch- wie reflexhaftes Mittel zur Erregung schlechten Gewissens und Empörungswohlgefühls. Mit der Entkoppelung des Faschismus von seiner gesellschaftlichen Konstitution geht zweierlei einher: Einerseits eine ontologisierende Verwechslung des Faschismus mit dem dann ebenfalls unmittelbar und ursprünglich wahrgenommenen ›Bösen im Menschen‹. [6] Dies fordert wiederum eine sich anti-masochistisch verstehende und dumpf-rebellische Reaktion heraus, die den Faschismus verharmlost.

Anmerkungen:

[1] Die Darstellung des dem Kapitalismus immanenten Bewußtseins der Akteure und der ihm zugehörigen Subjektivität (vgl. dazu a. Creydt 2000, Teil 2 und 3) sowie deren jeweiliger historisch spezifischer Verarbeitungsformen mißrät so zum für die Ferne irgendwie interessanten, für ›das Eigene‹ irrelevanten Wissen.

[2] Losurdo (1993) zeigt die totalitäre Tradition der Arbeitshäuser und Besserungsanstalten. Er weist auf die mit dem ersten Weltkrieg eingeleitete ›totale Mobilmachung‹ hin, auf die auch von Liberalen propagierte »Opferung von Millionen von Individuen auf dem Altar der Rettung des Staates oder des Vaterlands« (60). Bereits vorher zielte die nackte Gewalt nicht nur gegen die ›Eingeborenen‹ in den Kolonien. Selbst das liberale England richtete Konzentrationslager für die rebellischen Buren ein, »in denen die Sterbeziffer, wegen der furchtbaren Lebensbedingungen und der damit zusammenhängenden Ausbreitung von Krankheiten und Epidemien, einen hohen Prozentsatz erreichte« (68). Im Westen weit verbreitet war die Auffassung von der Oktoberrevolution nicht als objektiver Konflikt und als Resultat von sozialen Widersprüchen, sondern als »Ergebnis der Aggression äußerer Krankheitserreger zum Schaden eines ansonsten gesunden Organismus« (62). Die Gleichung »Bolschewismus = Judentum« genoss bei den Bürgerkriegsgegnern des Bolschewismus und ihren ausländischen Unterstützern hohe Popularität. »Zu Unrecht verklärt die Bilanz der Geschichte des Totalitarismus apologetisch die Geschichte des Okzidents mit seinen totalen Institutionen und mit seinen Massakern in den Kolonien, und diese Art von Bilanz geht sogar problemlos über die Tatsache hinweg, daß sich der Nazismus zur Rechtfertigung seiner Politik der Unterdrückung und der Ausmerzung manches Mal auf die angelsächsische Welt berufen hat« (72). Henry Fords ›Der internationale Jude‹ war ein bei den Nazibonzen beliebtes Buch und »im Verlauf des Krieges vergleicht Hitler selbst seine Politik den Eingeborenen Osteuropas gegenüber … mit dem Kampf gegen die Indianer Nordamerikas« (72). Hannah Arendt (1955:289) weist darauf hin, daß »Englands öffentliche Meinung für einige Jahrzehnte den fruchtbarsten Boden für eine Unzahl von unsinnigen biologischen Weltanschauungen, die alle an Rassedoktrinen orientiert waren«, abgab. »Wollte man für Frankreich eine ähnliche Geschichte der rassistischen Verseuchung skizzieren, wie sie in zahlreichen Texten für Deutschland vorliegt, dann könnte man ebenfalls eine eindrucksvolle Galerie von Namen zusammenbringen« (Losurdo 1989:520).

[3] Jeremy Rifkin (FAZ 18.11.2000) hat jüngst auf die in den USA in den 20er Jahren verbreiteten eugenischen Überzeugungen hingewiesen und zitiert US-Präsident Theodore Roosevelt: »Eines Tages werden wir erkennen, daß die oberste Pflicht guter Bürger darin besteht, ihr Blut der Nachwelt zu hinterlassen. Und daß es nicht nur darum gehen kann, die Fortpflanzung von Bürgern des falschen Typs zu erlauben. … Kriminelle sollten sterilisiert werden, und Minderbegabten sollte verboten werden, Nachkommen zu hinterlassen.«

[4] Beliebt ist ein »pomphaftes Reden vom Besten der Menschheit und der Unterdrückung derselben … solcherlei ideale Wesen und Zwecke sinken als leere Worte zusammen, welche das Herz erheben und die Vernunft leer lassen, erbauen, aber nichts aufbauen; Deklamationen, welche nur diesen Inhalt bestimmt aussprechen, daß das Individuum, welches für solche edle Zwecke zu handeln vorgibt und solche vortreffliche Redensarten führt, sich für ein vortreffliches Wesen gilt, – eine Aufschwellung, welche sich und anderen den Kopf groß macht, aber groß von einer leeren Aufgeblasenheit« (Hegel, Phänomenologie).

[5] Das Vorgehen, die weniger aufwendige, ‘banalere’ Erklärung des NS zu vermeiden, hat auch eine ästhetische Seite, die sich dazu eignet, für den Zeitgeist Attraktion jenseits der Sache zu erzeugen: »Indem ich dem Gemeinen einen hohen Sinn, dem Gewöhnlichen ein geheimnisvolles Ansehen, dem Bekannten die Würde des Unbekannten, dem Endlichen einen unendlichen Schein gebe, so romantisiere ich es« (Novalis 1907 Bd.II/304f.). Insgesamt eröffnet die Verdoppelung des Gegenstands in sich selbst und die aus ihm gezogene Abstraktion besondere Genüsse: »Der moderne Intellektuelle … nimmt … das Abstrakte, den Begriff oder die Idee an der Sache selbst gar nicht mehr wahr, als etwas, was an ihr ist, und zugleich von ihr verschieden. Seinem Bewußtsein gilt das Abstrakte als mit der Sache Vermischtes, beide werden miteinander verwechselt…« (Lefebvre 1977/127f.). Ohne den »Nervenschock dieser besonderen Duplizität … finden das Interesse, die Begierde, die Liebe kein Objekt mehr. Sie sind unfähig zu leben, die menschlichen Wesen zu begreifen und zu lieben, wenn sie keinen ambivalenten, äquivoken oder berauschenden Charakter haben – kein Extra, keinen doppelten Boden präsentieren. Die Dualität von Geist und Materie, von Idee und Wirklichkeit, Absolutem und Relativem, Metaphysischem und Sinnlichem, des Übernatürlichen und der Natur ist zur praktizierten Duplizität geworden … unter dem Deckmantel des Denkens, der Poesie, der Kunst« (ebd./131).

[6] Wo Auschwitz zur Metapher gerät, muß sich niemand wundern, daß nach Einschätzung von Jürgen Fuchs die Stasi-Bespitzelung in den Köpfen der DDR-Bevölkerung ein »Auschwitz in den Seelen« angerichtet habe und für den verstorbenen Kardinal Dyba die Abtreibung einen Holocaust beinhaltete.

Literatur:

Arendt, Hannah 1955: Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft. Frankf. M.
Binswanger, Ludwig 1956: Drei Formen mißglückten Daseins. Tübingen
Brückner, Peter 1984: Versuch uns und anderen die Bundesrepublik zu erklären. Westberlin
Creydt, Meinhard 1995: Die Geburt des Erfolges aus der nationalen Selbststeigerung und Läuterung im Kampf. Zu einem zentralen Moment nationalsozialistischer Ideologie. In: Kommune H. 5
Creydt, Meinhard 1998: Neue Siege der Zeit über den Raum. In: Aktion, H. 2/98 Jg. 18. Vgl. andere Artikel zum Thema vom Verf. in Kommune 1/99, Weg und Ziel, Wien H.5/98, Kalaschnikow 2/99, Hintergrund 2/2000.
Creydt, Meinhard 1999: Narzißmus als Sozialcharakter. In: H. Leidig (Hg.): Kritisierte Gesellschaft. Berlin
Creydt, Meinhard 2000: Theorie gesellschaftlicher Müdigkeit. Gestaltungspessimismus und Utopismus im gesellschaftstheoretischen Denken. Frankf. M. (Campus-Verlag)
Creydt, Meinhard 2001: Überbevölkerung und Zuwanderung. In: Kommune H. 2
Diner, Dan 1990: Perspektivenwahl und Geschichtserfahrung. In: W. Pehle (Hg.): Der historische Ort des Nationalsozialismus. Frankf. M.
Fetscher, Iring 1971: Ist die Epoche des Faschismus beendet? In: Horster, D.; Nikolinakos, M. (Hg.): Ist die Epoche des Faschismus beendet? Frankf.M. 1971
Füredi, Frank 2000: Wie Auschwitz zum Symbol des 20. Jahrhunderts wurde. In: Novo H. 44
Grebing, Helga 1986: Der ›deutsche Sonderweg‹. Stuttgart
Guette, Rolf; Huisken, Freerk 1997: Alles bewältigt, nichts begriffen! Nationalsozialismus im Unterricht.Berlin
Haug, Wolfgang Fritz 1986: Die Faschisierung des Subjekts. WestBerlin
Hecker, Konrad 1996: Der Faschismus und seine demokratische Bewältigung. München
Heinsohn, Gunnar 1995: Warum Auschwitz? Reinbek bei Hamburg
Heller, Hermann 1992: Sozialismus und Nation. In: Gesammelte Schriften Bd. 1. Tübingen. Zuerst Berlin 1925 Arbeiter-Jugendverlag
Hoffmann, Jürgen 1996: Politisches Handeln und gesellschaftliche Struktur. Münster
Karuscheit, Heiner 1995: Kampf für einen germanischen Massenstaat. In: Aufsätze zur Diskussion, H. 61
Kohlstruck, Michael 1997: Zwischen Erinnerung und Geschichte. Berlin
Lefebvre, Henri 1977: Kritik des Alltagslebens Bd. 1, Kronberg Ts.
Leppert-Fögen, Annette 1974: Die deklassierte Klasse. Frankf.M.
Losurdo, Domenico 1988: Realismus und Nominalismus als politische Kategorien. In: D. Losurdo; H.J. Sandkühler (Hg.): Philosophie als Verteidigung des Ganzen der Vernunft. Köln
Losurdo, Domenico 1989: Hegel und das deutsche Erbe. Köln
Losurdo, Domenico 1993: Marx und die Geschichte des Totalitarismus. In: Topos H.1, Köln
Losurdo, Domenico 1995: Die Gemeinschaft, der Tod, das Abendland - Heidegger und die Kriegsideologie. Stuttgart
Losurdo, Domenico 2000: Hegel und die Freiheit der Modernen. Frankf. M.
Löwenthal, Leo 1980: Mitmachen wollte ich nie. Ein autobiographisches Gespräch mit Helmut Dubiel. Frankf.M.
Lutz, Burkhard 1984: Der kurze Traum immerwährender Prosperität. Frankf.:M.
Petzina, Dietmar 1977: Die deutsche Wirtschaft in der Zwischenkriegszeit. Wiesbaden
Retzlaw, Karl 1974: Spartakus. Frankf.M.
Salomon, Ernst von 1962: Die Geächteten. Reinbek bei Hamburg 1962
Schmitt-Egner, Peter 1980: Koloniale und faschistische Gewaltformen. In: Das Argument H. 121
Schneider, Detlef 1996: ›Kritische Feindbeobachtung‹. Der Ärger der Linken mit dem Proletariat. In: SoZ-Magazin Nr. 26
Varga, E.S. 1982: Die Wirtschaftskrisen. In: Ders., Ausgewählte Schriften 1918 - 1964, Bd. 2 Köln
Weber, Hermann 1991: Aufstieg und Fall des deutschen Kommunismus. In: Aus Politik und Zeitgeschichte H. 40